Nachdem die Diskussion um sogenannte “Killerspiele” durch einen weiteren Amok-Lauf angefacht wurde, hat der fiese Admin einen Beitrag aus seiner Sicht veröffentlicht, der wiederum mich dazu gebracht hat meinen Senf dazu zu geben.
Mich ärgert es tierisch, dass sich Politiker und die Medien scheinbar derart wenig mit den wahren Gründen der Täter auseinandersetzen, dass sie zu solch absurden Theorien kommen, die bösen Computerspiele seien schuld.
Sehr schade dass vor allem die Politiker wohl eher darauf bedacht sind, möglichst schnell einen Schuldigen zu finden, der relativ einfach zu beseitigen ist. Aber wenn ein Problem zu lösen wäre, das mehrere Jahre Arbeit in Anspruch nimmt, wäre natürlich die nächste Wahlperiode in Gefahr.
Die einfache Variante zeigt leider auch schon Wirkung und Galeria Kaufhof hat alle USK 18 Titel aus ihrem Sortiment genommen.
Es gibt zig tausende “Killerspiel-Spieler”, die ein ganz normales Leben führen ohne auch nur einen Gedanken an einen Amok-Lauf zu verschwenden. Warum denn auch? Ich habe vom 16. bis zum 20. Lebensjahre Counterstrike gespielt und bin nicht Amok gelaufen wie auch bestimmt 99,9% der restlichen Spieler.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass diejenigen, die die Schuld auf Killerspiele schieben, wirklich davon überzeugt sind, damit den Übeltäter gefunden zu haben.
Aber es würde ja auch zuviel Aufwand bedeuten, das Leben des Amok-Läufers genauer zu beleuchten, somit vielleicht den wahren Grund der Tat zu erfahren und der Öffentlichkeit klarzumachen, dass das Problem nicht mal eben aus den Regalen genommen werden kann. Es müssten stattdessen viel tiefergehende Probleme im familiären Umfeld vieler deutscher Familien gelöst werden.
Wenn man den Aussagen der Medien bezüglich der privaten Situation der Amok-Läufer glauben kann, dann liegen die Gründe auf der Hand.
Man nehme einen introvertierten Jugendlichen ohne, bzw. mit sehr wenigen Freunden und vielleicht fehlendem Rückhalt in der Familie. Dazu kommt jahrelanges Mobbing in der Schule und Erfolgserlebnisse im privaten und schulischen Bereich haben auch auf sich warten lassen.
Als Ergebnis erhält man einen Menschen, der eher zu solch einer Tat neigt, als die restliche Bevölkerung.
Wenn diese Person nun noch eine Situation gerät, die das Fass zum Überlaufen bringt und problemloser Zugriff auf Waffen besteht, wundert es mich nicht, wenn so reagiert wird.
Natürlich gilt das für die wenigsten Personen, die in solch einer Situation stecken, aber es gibt sie halt.
Abschließend noch ein schönes Zitat vom fiesen Admin:
Wenn das letzte Killerspiel verboten ist, sämtliche Horror und Action Filme vernichtet und die letzte Heavy Metal CD eingeschmolzen wurde, dann werdet ihr merken, dass Fernsehen kein Ersatz für Erziehung ist, der Computer keine Elternliebe versprüht und die Playstation keine soziale Kompetenz vermittelt. Und ändern wird sich nichts!
Meinungen?


